Radparadies Gardasee


 

 

 

1.Tag: Um 6:00 Uhr starteten wir planmäßig von der Elite Tours Garage. Über den Praterstern ging es flott weiter Richtung Westen. Auf der A1 in Lindach gab es noch einen kurzen Stopp für eine Zusteigerin der „grünen“ Gruppe. Am Brennerpass verließ uns die „Blau-Rote“ Gruppe, um entlang von Etsch und Eisack nach Verona zu radeln.

Gegen 18:00 Uhr erreichte die „illustre“ grüne Gruppe das Hotel in Riva-San Tommaso, wo wir den Tag bei einem feinen italienischen Abendessen gemütlich im Hotel verbrachten.

Am nächsten Morgen ging es nach einem tollen und abwechslungsreichen Frühstück zur ersten Tour auf den Monte Velo. Die Strecke führte uns durch das Zentrum von Arco, über den Fiume Sarca, den Hauptzufluss des Gardasses, an den Fuß des Monte Velo. Auf dem Bergsträßchen mussten wir auf 13 km, über zahlreiche Kehren 1050 Hm überwinden. Die Pause in der Bar am Passo Santa Barbara hatten wir uns dann wirklich redlich verdient. Die Abfahrt über einen zunächst holprigen Karrenweg, dann auf griffiger Waldpiste nach Nago, war ein echter Genuss und wir konnten es richtig laufen lassen. Auf der alten Straße ging es zurück nach Torbole, wo wir in einem netten Lokal den Tourentag genussvoll ausklingen ließen.

Für den 3. Tag hatten wir uns die Tour zum Lago di Ledro ausgesucht. Wir hatten Glück, denn des Öfteren kam auch die Sonne zum Vorschein. Über die legendäre „Ponalestraße“, einer im 19. Jhdt. am Nordwestzipfel des Gardasees, kühn in die senkrechte Felswand geschlagene Fahrstraße, die nur noch für Wanderer und Radfahrer freigegeben ist, ging es Tunnel um Tunnel und Kehre um Kehre aufwärts. Unter uns der glitzernde See und um uns die beeindruckende Kulisse der Gardasee-Landschaft.

Vorbei an der im Jahr 2014 wiedereröffneten Raststation „Ponale Alto Belvedere“, nahmen wir die Abzweigung ins Ledrotal, die ebenfalls fantastische Ausblicke bot. Über einen tollen Naturweg auf der linken Seite des Ponalebaches, gelangten wir, über ein paar steile Rampen, schließlich nach Molino di Ledro am Ostende des Ledrosees. Die Umrundung des, in beeindruckende Bergkulisse gelegenen Sees, war ein weiterer Leckerbissen dieser Tour. Nach einer kurzen Pause in einer netten Bar am See, fuhren wir auf dem Anfahrtsweg zurück. Einen Besuch des entlegenen Dörfchens Pregasina, welches 500 m über dem See auf einer sonnenverwöhnten Terrasse, vor einer mächtigen Gebirgskulisse liegt, wollten wir uns nicht entgehen lassen und so nahmen wir die zusätzlichen 300 Hm panoramareichen Uphill gerne in Kauf. Auch ein Abstecher zu Fuß, zum spektakulären Fotospot „Top Secret“, wurde noch unternommen und danach folgte der tolle Sinkflug zurück nach Riva, zum gemeinsamen Abschluss auf der sonnigen Piazza.

Am 4. Tag stand ein alter Lagoklassiker, die Tour „San Giovanni“ auf den Mt. Brento am Programm. Zum Einrollen fuhren wir flache drei Kilometer auf Feldwegen nach Varignano, wo ein hauptsächlich von Radfahrern aller Arten genutzte Bergsträßchen beginnt. Auf gut 12 km mussten 1050 Hm bei Steigungen bis zu 18% bewältigt werden. Dabei wurden aber immer wieder grandiose Panoramen auf den nördl. Gardasee, das Valle dei Laghi die Marocche und atemberaubende Ausblicke in die Brenta Dolomiten geboten. Nach der kräftezehrenden Auffahrt auf der, als „Lenkerbeisser“ verrufenen Bergstraße, machten wir eine ausgiebige Pause im Rif. San Giovanni. Nach einigem Auf und Ab und einem kurzen Schiebestück abwärts, ging es auf meist guten Forstwegen, im Sinkflug weiter zum idyllisch gelegenen, türkisgrün leuchtenden Tennosee, der auch noch umrundet wurde. Danach folgte eine weitere tolle Abfahrt bis zu den beeindruckenden Cascate del Varone, einem Wasserfall der eine schmale Klamm in den Fels gegraben hat und der ca. 100 m in die höhlenartige Schlucht stürzt. Nach der Besichtigung folgte die Rückfahrt über Riva zum Hotel.

Zur Abschlusstour am 5. Tag ging es in die Marocche di Dro und um den Lago di Cavedine und nach Pietramurata. Weiter auf Schotterweg aufwärts, an der Flanke des Dos Calt, mit tollen Ausblicken auf den Lago di Cavedine und die Brenta-Dolomiten nach Vigo. Im Ristorante tipico La Casina, hatten wir die Mittagspause geplant und wurden mit herrlichen regionalen Köstlichkeiten verwöhnt. Hier blieben keine Wünsche offen. Für gute Stimmung sorgte am Nebentisch eine sangesfreudige Alpini-Veteranen-Gesellschaft. Zurück in Arco kehrten wir noch in einer netten Bar im Zentrum zum Abschluss der Tour ein.

6. Tag: Rückfahrt nach Wien.

Fazit: Eine gelungene Radreise bei der für alle Ansprüche etwas dabei war.
Facts: 178 km / 4512 Hm