Marken Cross mit Elite Tours


Marken Cross – vom Meer ins Gebirge und wieder ans Meer

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1. Tag: Anreise

Trotz der frühen Stunde war bei der Abreise der 13-köpfigen „grünen“ Gruppe bereits beste Stimmung. Es wurde geplaudert, vergangene Unternehmungen und kommende Vorhaben besprochen. Die Vorfreude auf die Erlebnisse der kommenden Tage war deutlich spürbar. Schließlich siegte aber doch die Müdigkeit und bis kurz vor der Mittagspause war es recht ruhig im Bus. Der Nachmittag gestaltete sich auf Grund eines abwechslungsreichen Videoprogrammes aus Kabarett-, Rad- und Mountainbike-Erlebnisberichten kurzweilig. Um 16:30 Uhr trafen wir bei unserem Hotel in Numana ein.

2. Tag: Numana – Montecosaro (47 km 1080 Hm)

Nach einem tollen Frühstück geht es zu einer Erkundungsrunde durch den schmucken Ort. Vom Zentrum der Oberstadt, beim Turmbogen „La Torre“, hat man einen imposanten Ausblick auf die Riviera del Conero. Dann geht es schon weiter die Küste entlang und wechseln bald auf kleine Nebenstraßen. Durch Ackerland führt unser Weg in den bekannten Wallfahrtsort Loreto, in dem sich mit der Basilika vom Heiligen Haus mit der schwarzen Madonna der zweitwichtigste Wallfahrtsort Italiens befindet. Auf nahezu verkehrslosen Asphalt- und Naturstraßen geht es im hügeligen Auf und Ab der „Colli Infiniti“ in den von Kunstkennern geschätzten mittelalterlichen Ort Recanati zur Mittagspause auf der prächtigen Piazza Giacomo Leopardi. Weiter geht es durch die „Endlosen Hügel“ hinauf in den Ort Montelupone, dessen Zentrum wir über eine „steilste“ Rampe aus Ziegelpflaster erreichen zur Cappuccino-Pause. Zum Tagesziel Montecosaro ist es jetzt nicht mehr weit. Einen 300 Hm Anstieg zu unserem, an der Stadtmauer gelegenen, historischen Hotel müssen wir aber noch bewältigen. Der schöne Tag klingt auf der panoramareichen Terrasse des Hotels, bei Spaziergängen durch den Ort und schließlich bei einem herrlichen, typisch marchesanischen Abendessen, gemütlich aus.

3. Tag: Montecosaro – Tolentino, (66 km, 940 Hm)

Heute führt unser Weg zunächst durch das Tal des Flusses Chienti. Auf der „Straße der Klöster“ führt unsere Route zu der Chiesa San Claudio di Chienti, zur Abbazia di Fiastra und nach Urbisaglia, mit dem archäologischen Park einer römischen Siedlung. Der mittelalterliche, von einer beindruckenden Stadtmauer umschlossene Ort, liegt auf einer markanten Hügelkette. Sein Zentrum wird von der mächtigen Burg „Rocca di Urbisaglia“ bestimmt. Die Mittagsrast verbringen wir in einer netten Locanda nahe dem Stadtzentrum. Auf unserem weiteren Weg durch die fruchtbare Hügellandschaft über Colmorano nach Tolentino, folgen wir jetzt großteils Naturstraßen. Wir überqueren den Fluss Chienti auf der antiken Ponte del Diavolo, bevor wir das sehenswerte Zentrum von Tolentino erreichen. Viel Zeit für eine Besichtigung des historischen Ortes bleibt leider nicht, denn ein Gewitter zieht rasch auf und wir beeilen uns den Schutz unseres, am Ortsrand liegenden, Hotels zu erreichen.

4. Tag: Tolentino – Caccamo, (53 Km, 1505 Hm)

Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir Tolentino und sind bald wieder einsam in der Landschaft der „Endlosen Hügel“ unterwegs. Vorbei an den Ruinen eines Castells geht es hinauf in den bekannten Weinort Serrapetrona. Am Dorfbrunnen können wir unsere Wasserreserven wieder ergänzen. Weiterfahren wir auf Karrenwegen und Trails über eine Hügelkette nach San Severino Marche. In einem netten Ristorante im Ortsteil Castello, hoch über den Dächern San Severinos, machen wir unsere Mittags-Einkehr.  Danach zirkeln wir auf einem steilen Sträßchen über enge Kehren hinunter in den Ort mit seiner sehenswerten Piazza. Nach kurzer Besichtigung machen wir uns auf in die Berge. Eine gut fahrbare Naturpiste führt auf den breiten Buckel des Monte Lentegge, von wo wir einen herrlichen Ausblick auf die Apenninnenberge haben. Dann folgt der lange Sinkflug ins Chienti-Tal und entlang des Lago di Borgiano zu unserem Etappenziel Caccamo.

5. Tag: Caccamo – San Lorenzo al Lago, (29 km, 1100 Hm)

Heute gibt es nicht viel Zeit zum einrollen. Gleich nach dem Start geht es in die Berge. Auf der Fahrt zum Gipfel des Mt. Fiegni müssen wir 1000 (teils sehr steile) Höhenmeter am Stück bewältigen. Dafür ist die Etappe relativ kurz. Wir passieren noch den blumengeschmückten Weiler Pievefavera, dann tauchen wir ein in die Einsamkeit der Apenninenberge. Am Anfang ist das Bergsträßchen noch geteert, doch schon bald rollen unsere Stollenreifen auf Schotterpiste bergwärts. Bei einem kleinen Steingebäude machen wir eine kurze Pause um unsere Kräfte für den letzten steilen Anstieg auf den Gipfel des Mt. Fiegni zu sammeln. Am Gipfel fällt der Ausblick dem inzwischen trüben Wetter zum Opfer. Also machen wir uns erst auf grasigem Trail, dann auf holpriger Schotterpiste an die Abfahrt. In San Lorenzo al Lago und Umgebung haben heute alle Bars geschlossen, aber wir finden mit der Osteria al Lago ein nettes Lokal wo wir sehr willkommen sind und überaus gastfreundlich verwöhnt werden. Mit einem liebevoll zubereiteten Gaumenschmaus zum Abendessen im Albergo Sasso Bianco geht ein erlebnisreicher Tag zu Ende.

6. Tag: San Lorenzo al Lago – Amandola, (53 km, 1440 Hm)

Der panoramareiche Ufertrail am Lago di Fiastra eignet ideal sich zum Einrollen. Die Strecke bietet immer wieder prächtige Facetten der eindrucksvollen Landschaft. Dann kurbeln wir auf einempraktisch verkehrsfreien Teersträßchen in die Höhen der Monti Sibillini. Ab Podalla geht es auf Naturstraße weiter aufwärts. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel und wir halten immer wieder an um das tolle Panorama auf uns wirken zu lassen. Dann geht es vom höchsten Punkt der gesamten Tour, auf 1520 m, in flotter Fahrt zum „Valico della Santa Maria Maddalena“ und weiter zum Rif. Pintura, das leider geschlossen ist. Gleich nebenan finden wir aber ein gemütliches Ristoro, wo wir auf windgeschützter Terrasse von den Wirtsleuten  im prächtigen Sonnenschein mit lokalen Antipasti und herrlicher Steinpizpasta verwöhnt werden. Danach starten wir zur langen Abfahrt auf Waldpiste, durch den verwunschenen Wald am Mt. Amandola. Auf einem schmalen Asphaltsträßchen folgt der lange Sinkflug hinunter nach Sarnano mit seinem sehenswerten Centro Storico wo wir uns eine Pause bei Cappuccino und feinem Gelato gönnen. Den Abschluss dieser abwechslungsreichen Etappe bildet die Fahrt auf einsamsten kleinen Asphalt- u. Naturstraßen durch die fruchtbare Hügellandschaft nach Amandola. Im Hotel Paradiso, einer herrschaftlichen Villa, werden wir mit einem erfrischenden Aperitif empfangen. Mit dem Abendessen in den gediegenen Räumen der Villa, endet ein toller Tag auf wundervoll geschmackvolle Art.

7. Tag: Amandola – Ascoli Piceno, (56 Km, 1200 Hm)

Das versprochene „einzige“ Schiebestück der Tour umfahren wir auf Teerstraße. Dann windet sich ein Natursträßchen kilometerweit entlang der einsamen Hügelketten. Kurz vor Comunanza lässt die verwachsene Wegspur für kurze Zeit Abenteuerfeeling aufkommen. Dann durchqueren wir den Ort im Tal des Fiume Ala. Auf der anderen Talseite führt unsere Route bald wieder in die Einsamkeit der Hügel bis Venarotta, einem Weinort in den Südmarken. Hier stärken wir uns kurz in einer Bar. Im Auf – und Ab der Hügellandschaft geht es schließlich unserem Tagesziel Ascoli Piceno entgegen. Wir erreichen die Stadt der 100 Türme, das Juwel der Südmarken, am frühen Nachmittag und nutzen die Zeit für eine ausführliche Besichtigung. Vorbei an der Festung Forte Malatesta mit der Ponte di Cecco erreichen wir nach einem schönen Tag unser Hotel.

8.Tag: Ascoli Piceno – Grottamare, (57 km, 795 hm)

Samstag frühmorgens ist in den Straßen von Ascoli Piceno schon einiges los. Schon bald folgen wir auf einem Radweg dem Fluss Tronto, dann führt unsere Route wieder in die Hügel. Bei einer kurzen Kaffeepause in Appignano del Tronto wird ein Mitarbeiter der Commune auf uns aufmerksam und bittet uns zu einem kurzen Gespräch mit einem Erinnerungsfoto mit der Bürgermeisterin. Auf der Piazza sind wir danach das Hauptgesprächsthema. Wir müssen aber weiter in den schmucken Ort Offida. Der Ort gehört zu den schönsten Dörfern Italiens und verfügt über acht Kirchen, von denen wir die zweigeschossige Kirche „Santa Maria della Rocca“ besuchen. Auch der imposante Palazzo Communale ist besonders sehenswert. Nach der Mittagsrast beginnt der lange Sinkflug entlang des Flüsschen Tesino. Zum Abschluss der Etappe „klettern“ wir noch ins „Borgo Antico“ von Grottamare hinauf, welches wie ein Adlerhorst hoch über der Küste thront und tolle Ausblicke auf die Stadt, die Küste und das blaue Meer bietet. Durch die engen Gassen rollen wir schließlich genussvoll hinunter zum Strand, um den Abschluss dieser schönen Reise im sanften Licht der Nachmittagssonne gemeinsam zu feiern.

9. Tag: Pünktlich um 8:00 Uhr wurden wir vom Elite-Bus mit der Gruppe der Apulien-Radtour abgeholt. Auf der Rückfahrt werden die Erlebnisse der beiden Touren von den Teilnehmern detailliert ausgetauscht und so verfliegt die Zeit der Heimreise auf angenehme Weise.

 

Zusammenfassung:

Auf 361 Kilometern und 8060 Höhenmetern konnten wir eine wenig bekannte italienische Region mit abwechslungsreicher Landschaft, sehenswerten Städten und Dörfern und mit vielen kulturellen Highlights, sportlich ambitioniert kennenlernen.